E-Bike-Akkus: Kapazität, Pflege und Tipps

E-Bike-Akkus: Kapazität, Pflege und Tipps

23 september 2024
3 min

E-Bike-Akkus: Alles was Du wissen solltest

E-Bike-Akkus sind eine Wissenschaft für sich, nicht zuletzt weil auch viel Wissenschaft dahinter steckt. Wir durchleuchten das Wirrwarr an Informationen und geben dir einen kompakten Überblick zu allem, was du rund um das Thema E-Bike-Akkus wissen solltest.

Laden, Lagern und Pflegen

Wenn nun also das Traum-E-Bike angeschafft wurde, am besten natürlich mit Lease a Bike, gilt es das Fahrrad entsprechend in Schuss zu halten. Dabei sollte man den Empfehlungen der Hersteller folgen und sich gut informieren, etwa auf der Website des Herstellers oder mit Hilfe der Bedienungsanleitung des Bikes - hier ein allgemeiner Überblick:

Das Laden des Akkus

Je nachdem, ob es sich um einen herausnehmbaren oder um einen integrierten, beziehungsweise fest verbauten Akku handelt, müssen die Ladevorgänge angepasst werden. Wie man bereits vermuten kann, lassen sich herausnehmbare Akkus problemlos abmontieren und mit dem entsprechenden Ladegerät in der Haussteckdose laden. Der Ladeprozess von fest verbauten Akkus kann etwas umständlicher sein, da sich der Akku nicht separat vom Fahrrad entfernen lässt. Dies bedeutet, dass entweder eine Steckdose außerhalb des Hauses oder der Wohnung genutzt werden muss, wodurch der Akku den Witterungsbedingungen, wie Regen oder direkter Sonneneinstrahlung und einem höheren Diebstahlrisiko ausgesetzt ist, oder der Akku muss samt Fahrrad im Haus oder in der Wohnung geladen werden. Eine Ladung des Akkus auf 100% ist dabei im Alltagsgebrauch oft nicht nötig und eine sparsame Ladung der E-Bike Batterien kann zu einer längeren Lebensdauer beitragen. Hier die wichtigsten Informationen zum Laden als Stichpunkte:

  • Akku nicht vollständig entleeren (nicht unter 20% fallen lassen, um die Lebensdauer zu verlängern)

  • Bei Zimmertemperatur zwischen 15 und 21 Grad laden

  • Möglichst Original-Ladegerät oder hochwertige öffentliche Ladestationen nutzen

  • Auf den optimalen Ladezustand zwischen 30% und 60% achten

  • Bei längeren Touren, am Vortag den Akku vollständig auf 100% laden

Die Lagerung: So lagerst du den E-Bike Akku im Winter richtig

Auch hier lohnt sich der genaue Blick auf die Website des Herstellers, oder auf die Gebrauchsanweisung. Gerade im Winter sollte man die Kapazität des Akkus nicht durch eine fahrlässige oder falsche Lagerung unnötigerweise verringern. Diese gilt es bei der Überwinterung des Akkus zu beachten:

  • Den Akku trocken halten und vor Sonne und Kälte schützen

  • In einer feuerfesten Umgebung lagern

  • Lagern bei Temperaturen zwischen 10 bis 15 Grad

  • Regelmäßig Akku und Restladung überprüfen

  • Nicht am Ladegerät überwintern lassen

Allgemeines zur Lagerung:

  • Akku bei längerem Nichtgebrauch herausnehmen, vor Hitze, Kälte und Nässe schützen

  • Akku nicht entleert oder vollgeladen lagern (optimale Lagerung zwischen 30% - 60%)

  • Regelmäßig Akku und Restladung überprüfen, falls nötig aufladen (nicht unter 30% lagern)

  • Schutz- und Abdeckhaube fürs Bike, um die Halterung der Akkus vor Regen, Feuchtigkeit und Schmutz zu schützen

  • Das Bike nicht in praller Sonne, im Regen oder oder bei niedrigen Temperaturen stehen lassen

  • Den Akku im Hochsommer nicht im Kofferraum lagern

Kalkhoff 05 Min
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Die Pflege: den Witterungsbedingungen trotzen

Den Akku zu pflegen bedeutet auch, ihn nicht der Witterung zum Opfer fallen zu lassen. Neben der konkreten Säuberung des Akkus, mit Hilfe eines Mikrofasertuches und der Pflege der Akku-Kontakte, dazu Kontaktspray oder Kontaktfett nutzen, gilt es witterungsbedingte Schäden vorzubeugen.

Bei Regen:

  • Tiefe Pfützen umfahren und bei Starkregen doch lieber auf andere Verkehrsmittel zurückgreifen

  • Sofern das Bike länger draußen steht, den Akku entfernen und trocken lagern / transportieren

Um die Akku-Halterung braucht man sich dabei keine Sorgen machen, diese kann einfach mit einem Tuch trocken gewischt werden.

Bei hohen Temperaturen: Das Fahrrad vor Sonne und Hitze schützen und am besten immer im Schatten abstellen.

Kälte, Frost und Schnee: Um den Akku zu schützen, sollte man den Akku im Winter bei Minusgraden nur für sehr kurze Zeit einsetzen und am besten eine Thermohülle parat haben, um den Akku vor kaltem Fahrtwind zu schützen und auf Betriebstemperatur zu halten.

Flugreisen

Es liegt nahe, mit seinem E-Bike die Welt erkunden zu wollen, allerdings ist die Mitnahme des E-Bike(-Akkus) in Flugzeugen untersagt. Hier muss also auf alternative Reisemöglichkeiten zurückgegriffen werden.

Zusätzliche und stärkere Akkus

Wer sich gerne mal ausgiebigen Touren widmet, oder wenn der alte E-Bike-Akku langsam den Geist aufgibt, der sollte die Anschaffung eines Zweitakkus in Betracht ziehen. Für den Wechsel eines fest verbauten Akkus sollte man, sofern man nicht selbst über nötiges Equipment und Know-How verfügt, am besten in eine Fachhandlung gehen. Grundsätzlich gilt jedoch, dass man stets Originalteile des selben Herstellers verbauen sollte und lieber einmal tiefer in die Tasche greift als sich immer wieder mit dem selben Problem rumzuärgern. Beim Tausch, beziehungsweise bei der Anschaffung eines neuen Akkus können auch leistungsfähigere Batterien verbaut werden, aber auch hier gilt, am besten vorher einen Profi konsultieren.

Das war’s! Ein Überblick zum Thema E-Bike-Akkus, der hoffentlich einige Fragen beantworten konnte und nicht noch mehr aufgeworfen hat. Wer nun richtig heiß auf ein E-Bike ist, dem empfehle ich unseren Bikefinder. Ich wünsche eine gute Fahrt!